Der durchschnittliche Warenkorb: die Zahl, die ohne Ausgaben steigt
Der durchschnittliche Warenkorb ist der Umsatz geteilt durch die Zahl der Bestellungen. Er ist der unspektakulärste der drei Wachstumshebel — mehr Besucher, bessere Conversion, größere Warenkörbe — und meist der günstigste, weil er keinen zusätzlichen Traffic braucht.
Ein Plus von 10 % beim Warenkorbwert schlägt fast vollständig aufs Ergebnis durch. Ein Plus von 10 % beim Traffic nicht — den Traffic hast du bezahlt.
Schau auch auf den Median, nicht nur den Mittelwert
Eine Bestellung über 900 € an einem Tag mit dreißig 40-€-Bestellungen zieht den Durchschnitt um fast 30 € nach oben und sagt nichts über den typischen Kunden. Bei einem Sortiment mit großer Preisspanne führt der Mittelwert regelmäßig in die Irre.
Eine praktische Gewohnheit: den Durchschnitt neben der größten Bestellung des Zeitraums lesen. Bewegen sich beide gemeinsam, lag es an einem Ausreißer. Bewegt sich der Durchschnitt und das Maximum nicht, hat sich am normalen Kaufverhalten wirklich etwas geändert.
Hebel, die in einem kleinen Shop funktionieren
- Kostenloser Versand ab einer Schwelle knapp über deinem aktuellen Durchschnitt — der verlässlichste Hebel und der am einfachsten messbare
- Bundles, die einen echten Anwendungsfall lösen, keine willkürlichen Produktpaare
- Ein wirklich passendes Zusatzprodukt im Checkout, kein zufälliger Cross-Sell
- Mengenstaffeln bei Verbrauchsartikeln, die ohnehin nachgekauft worden wären
- Die Auswahlparalyse beim Hauptprodukt verringern — weniger Varianten bedeuten oft größere Bestellungen
Die Versandschwelle verdient den ersten Versuch. Zu hoch angesetzt bewirkt sie nichts; knapp über dem Durchschnitt legt ein spürbarer Teil der Kunden einen Artikel dazu, um sie zu erreichen.
Wöchentlich ansehen, nicht täglich
Bei weniger als fünfzig Bestellungen am Tag rauscht der Warenkorbwert stark — zwei ungewöhnliche Käufe verschieben ihn um 20 %. Lies ihn wöchentlich oder monatlich, wo sich das Rauschen mittelt und eine echte Veränderung sichtbar wird.
Genau deshalb lässt WhatsReport die Frequenz getrennt wählen: eine tägliche Nachricht für Umsatz, Bestellungen und Bestand, und eine wöchentliche oder monatliche für die langsamen Kennzahlen, die erst über ein größeres Fenster Sinn ergeben.